Nicht bis unter die Decke
Bei drei Meter Deckenhöhe muss die Küche nicht in jede Ecke wachsen. Wir setzen Oberschränke in erreichbarer Höhe und lassen den Raum darüber atmen – das passt besser zum Charakter des Altbaus.
Start › Küchen Connewitz
Küchenpassage Leipzig · ConnewitzIn Connewitz planen wir Küchen für großzügige, aber ungewöhnlich geschnittene Altbauräume – passend zu den hohen Wänden und dem Alltag von WGs.
Connewitz ist ein Viertel der Gründerzeithäuser mit hohen Räumen und breiten Dielen, in dem viele junge Leute und Wohngemeinschaften leben. Die Küchen liegen hier meist in großzügigen, aber ungewöhnlich geschnittenen Altbauräumen. Solche Räume stellen Aufgaben, die ein Neubau nicht kennt.
Die Connewitzer Altbauwohnungen stammen überwiegend aus der Gründerzeit: Decken um drei Meter, tiefe Fensterlaibungen, oft ein separater Raum für die Küche statt einer offenen Kochnische. Diese Höhe ist ein Geschenk für den Stauraum, verlangt aber eine bewusste Entscheidung, wie weit die Zeile nach oben geht – eine durchgehende Schrankwand bis zur Decke wirkt in solchen Räumen schnell erdrückend.
Häufig arbeiten wir hier mit einer Zeile oder L-Form an den geraden Wandabschnitten und lassen den oberen Wandbereich frei, damit die Proportion des Raums erhalten bleibt. Weil viele Wohnungen in Connewitz von Wohngemeinschaften oder wechselnden Mietern bewohnt werden, planen wir robust und pflegeleicht – Fronten, die Gebrauch aushalten, und ein Zuschnitt, der auch mit mehreren Kochenden funktioniert.
Die Tücke steckt im Detail: Gründerzeitwände sind selten im rechten Winkel, Böden fallen ab, und alte Leitungen sitzen an Stellen, die kein moderner Grundriss vorsehen würde. Wir gehen deshalb nicht von idealen Maßen aus, sondern vom echten Bestand. Beim Aufmaß erfassen wir Wandschiefen und Sockelhöhen, damit Passleisten und Blenden später die Lücken sauber schließen, statt sie sichtbar zu lassen.
Bei drei Meter Deckenhöhe muss die Küche nicht in jede Ecke wachsen. Wir setzen Oberschränke in erreichbarer Höhe und lassen den Raum darüber atmen – das passt besser zum Charakter des Altbaus.
Gründerzeitwände laufen selten gerade. Wir nehmen die Abweichungen beim Aufmaß auf und planen Passleisten und Blenden so, dass zwischen Zeile und Wand kein sichtbarer Spalt bleibt.
Wo mehrere Menschen zusammen kochen, zählt Widerstandsfähigkeit. Wir wählen Fronten und Arbeitsplatten, die täglichen Gebrauch aushalten, und ordnen die Wege so, dass sich zwei Personen nicht im Weg stehen.
Sie sind normal, kein Hindernis. Wir messen die Abweichungen genau und arbeiten mit Passleisten und angepassten Blenden. So sitzt die Küche am Ende bündig, auch wenn die Wand es nicht ist.
Das hängt davon ab, wie lange Sie bleiben und wie stark die Küche genutzt wird. Wir sagen ehrlich, wenn ein einfacherer, robuster Zuschnitt sinnvoller ist als eine aufwendige Ausstattung, die sich nicht amortisiert.
Wird die Wohnung in Connewitz von mehreren Erwachsenen genutzt, beginnt die Planung bei den unterschiedlichen Tagesabläufen. Manche kochen mittags, andere erst spät, und am Wochenende stehen mehrere Personen gleichzeitig am Herd. Persönliche Vorräte lassen sich getrennten Fächern zuordnen. Töpfe, Besteck und gemeinsam genutzte Gewürze brauchen dagegen einen Platz, den alle bequem erreichen. Das verhindert, dass sich der gesamte Inhalt eines Hochschranks regelmäßig auf der Arbeitsplatte sammelt, weil niemand an sein Fach gelangt.
Für den Entwurf ist hilfreich, die Kochgewohnheiten der Beteiligten zusammenzutragen. Es muss nicht jede Person dieselben Geräte benutzen, aber alle sollten ausreichend Abstellfläche haben. Ein Kühlschrank direkt neben der Vorbereitungsstelle kann beim Öffnen stören. Liegt er am Rand, lassen sich Getränke holen, während jemand kocht. Ähnlich wichtig ist der Platz für Geschirr: Der Weg vom Tisch zum Spüler sollte nicht mitten durch die aktive Kochzone führen.
Bei einer gemeinsam angeschafften Einrichtung lohnt sich eine verständliche Dokumentation. Welche Geräte gehören zur Küche, welche bringt jemand selbst mit, und welche Möbel sollen bei einem späteren Auszug bleiben? Diese Fragen entscheiden über den Umfang des neuen Auftrags. Ein frei stehendes Gerät lässt sich anders austauschen als eines, dessen Front und Nische genau auf ein bestimmtes Modell zugeschnitten sind. Die gewünschte Flexibilität sollte deshalb schon vor der Möbelauswahl besprochen werden.
Im Alltag zählt außerdem, ob sich einzelne Beschläge nachstellen und beanspruchte Teile ersetzen lassen. Eine Sonderlösung an jeder Wand kann spätere Änderungen aufwendiger machen. Wo normale Schrankbreiten gut passen, dürfen sie deshalb ruhig bleiben. Nur die Stellen, an denen der Raum es verlangt, erhalten angepasste Blenden oder besondere Maße. Das hält Reparaturen übersichtlicher und hilft, eine beschädigte Front später eindeutig zuzuordnen.
Eine geteilte Küche profitiert von leicht zugänglichen Flächen. Hinter offenen Regalen sammelt sich anderer Schmutz als auf geschlossenen Fronten; direkt neben dem Herd brauchen Wand und Kanten regelmäßig Aufmerksamkeit. Wählen Sie die Rückwand deshalb auch nach dem Aufwand, den alle im Haushalt tatsächlich leisten wollen. Viele kleine Dekofächer wirken auf einem Foto gemütlich, schaffen aber zusätzliche Stellen zum Abwischen.
Für Mülltrennung, Pfand und Putzmittel sollte der Grundriss feste Plätze anbieten. Bleiben sie ungeplant, wandern Eimer und Taschen in den Durchgang. Auch ein Handtuch braucht einen Ort, an dem es trocknen kann, ohne eine Gerätelüftung abzudecken. Solche kleinen Entscheidungen sind bei mehreren Nutzern oft wirksamer als zusätzliche Technik. Zum Abschluss können alle den Entwurf anhand eines typischen Kochabends durchgehen: Vorräte holen, schneiden, kochen, essen und wieder aufräumen. Dabei werden Engstellen und fehlende Ablagen meist schnell erkennbar.

Fotografieren Sie Ihren Altbauraum und schicken Sie uns die groben Maße. Wir entwerfen eine Küche, die zu den hohen Wänden passt – als 3D-Ansicht mit Festpreis, kostenlos und unverbindlich.